Ausgangslage

Die Nachfrage nach Konsumeiern unterliegt starken saisonalen Schwankungen. Dabei bilden die Perioden vor Ostern und Weihnachten in der Regel die Hochsaison, während im Sommer die geringste Nachfrage besteht. Neben diesen Zeiten ist diese aber auch von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zum Beispiel haben Preisgestaltung, Ferienzeiten oder das Wetter einen starken Einfluss. Ausser Weihnachten, die jährlich immer zum gleichen Zeitpunkt stattfindet, verschieben sich Ostern und Ferien von einem Jahr zum anderen, meist um Wochen.

Angebot

Die Händler sind bestrebt, ihren Kunden jederzeit die nachgefragten Mengen zur Verfügung zu stellen. Dies gelingt nicht immer, was sich von der Preisentwicklung der Frischeier gut ableiten lässt. Die Preise unterliegen während eines Jahres starken Schwankungen. Der Grund liegt in der Entstehung einer Über- bzw. Unterproduktion von Eiern.

Produktion

Durch die Nachfrageschwankungen, und der damit zusammenhängenden Preisentwicklung, ist es für den Händler entscheidend, möglichst die optimale Menge an Eiern zur Verfügung zu haben. Dabei stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Durch die ansteigende Legeleistungskurve eines Huhnes, stellt sich die Frage, wann der optimale Ein- und Ausstallzeitpunkt jeder Herde ist. Ziel ist, vor Ostern und Weihnachten möglichst viele Herden mit maximaler Leistung zur Verfügung zu haben. Eine weitere Möglichkeit ist, zwischen zwei Umtrieben im Sommer eine längere Leerzeit zu planen, wo keine Tiere beim Produzenten vorhanden sind.

Herausforderung

Neben dem korrekten Voraussagen der Nachfrage, bildet das Planen der einzelnen Produzenten in der Praxis die grösste Herausforderung. Insbesondere bei einer grossen Anzahl von Produzenten oder unterschiedlichen, vertraglichen Abmachungen über die Umtriebsdauer, wird die Aufgabe sehr komplex. Ohne viel Erfahrung und Zeitressourcen, kommt man dabei selten zu guten Resultaten. Fast unmöglich wird es, wenn der Zeitraum von Umtriebsdauer und Leerzeit länger als ein Jahr ist, weil die Produzenten die Ein- und Ausstalldaten der Legehennen laufend verschieben müssen. Auf die Spitzenzeiten lässt sich also nur noch bedingt Rücksicht nehmen. Weiter sind Auswirkungen bei Änderungen der Umtriebsdauer oder Leerzeiten auf künftige Jahre schwer abschätzbar.

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